Hier wird Gold gewaschen: Erinnerung an Peter Huchel | Cover
Das ist kein Original-Foto des angebotenen Exemplares. Abweichungen sind möglich.

Hier wird Gold gewaschen: Erinnerung an Peter Huchel [paperback]

von: Christoph Meckel


Gebraucht kaufen

19,99 €*

Gebraucht, Akzeptabel 
Versandfertig: sofort

Später kaufen

📦
Kostenfreier Versand ab 20 € Bestellwert
Nur noch 20,00 € bis zum kostenfreien Versand innerhalb Deutschlands

*alle Preise inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

ISBN-13: 9783905707380, ISBN-10: 3905707381

paperback: 80 Seiten

Verlag: Libelle

Erscheinungsjahr: 2009

Größe: 19,0 cm x 12,2 cm x 1,2 cm

Gewicht: 141 g

Kurzbeschreibung:

Christoph Meckel geriet als Vierzehnjähriger in den Bann der Worte und Sprachbilder von Peter Huchels Gedichten. Den um drei Jahrzehnte älteren Huchel kannte er da schon: Sein Vater Eberhard Meckel hatte mit Huchel in der Berliner Künstlerkolonie am Laubenheimer Platz gewohnt, und beide waren mit Günter Eich

befreundet. Dichterfreundschaften, die in der Diktatur hielten und nach Kriegsende schwieriger wurden.

'Andere Lyriker verfügten über Vokabular, Peter Huchel war im Besitz eines Wortschatzes'. Von Berlin (West) aus, wo Christoph Meckel seit den späten 50er-Jahren lebte, begann seine lebens-

lange Freundschaft mit Peter Huchel. Besuche unter den Augen der Stasi. Huchel – als Chefredakteur von 'Sinn und Form' in der frühen DDR deren eigensinnigster und umsichtigster Literaturkri-

tiker – wurde nach dem Mauerbau von den Machthabern aus seinem Amt gedrängt, überwacht und in einer zerstörerischen Isolation gehalten. Erst 1971 wurde ihm die Ausreise in den Westen

erlaubt.

Erinnerungen an Gespräche und geteilte Stille in Wilhelmshorst, Berlin, London und Staufen, ein wechselweiser Tausch aus dem Weltgedächtnis der Dichtung. Erinnerung auch an Feigheiten von

Zeitgenossen und an widerständigen Mut, als Literatur mit den Ideologien eines geteilten Landes zurechtkommen musste. Aus all dem wird die Figur des Dichters, des literarischen Zeitgenossen

und die Besonderheit des Menschen Peter Huchel eindrücklich konturiert. Auch seine späten Erfolge und sein Verstummen.

Ein Erinnern, das den Finessen seiner Versbewegungen und seines Wortschatzes nachgeht, die Magie seiner Gedichte gegen vorschnelle Festschreibungen verteidigt, und mit gleicher Eindring-

lichkeit die politische Verstörung einer Epoche aufruft.

Christoph Meckels Erinnerungsstil ist entschieden und setzt den Leser dennoch frei: die poetisch verdichtete Prosa eines Autors, der gegen die Drift gesellschaftlicher Vergesslichkeiten die eige-

nen Bilder setzt.

Weitere Artikel von: Christoph Meckel  (mehr anzeigen)