ECHOES | Cover
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ECHOES [paperback]

von: Kotscha Reist


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ISBN-13: 9783868952391, ISBN-10: 386895239X

paperback: 176 Seiten

Verlag: Revolver Publishing

Erscheinungsjahr: 2012

Größe: 21,4 cm x 14,9 cm x 1,9 cm

Gewicht: 358 g

Kurzbeschreibung:

Kotscha Reists Malerei liegen Fotovorlagen zu Grunde, die er frei interpretierend und manchmal variierend auf Bildträger bringt. Meist stammen die Referenzen aus Zeitungen und Zeitschriften, oft verwendet er aber auch gefundene oder eigene Fotografien. Einmal schemenhaft zurückhaltend, einmal kraftvoll inszeniert, breitet sich so vor den BetrachterInnen ein Kosmos zwischen Aktualität und Historie aus. Landschaften und Interieurs stehen dabei gleichberechtigt neben figurativen Arbeiten oder Stillleben. Die Themen sind vielfältig: Immer wieder finden sich Aststrukturen, Menschen in kuriosen Posen, Fenstersituationen oder Tiere, und oft entstehen mehrere, freie Versionen des gleichen Sujets. Ungeachtet der Motive, die er benutzt, steht jedoch immer eins im Mittelpunkt: Das Leben. Es sind allesamt Bilder aus dem Leben und Bilder über das Leben, wobei er seinen inhaltlichen Schwerpunkt auf das vermeintlich Banale setzt, es überhöht und so der Wirklichkeit entrückt. Dabei kombiniert er gerne mehrere Vorlagen zu komplexen Kompositionen. Mittels Vergrösserung oder Verkleinerung verfremdet er die Motive, blendet Details aus oder rückt sie ins Zentrum oder verdeckt gar einzelne Bildpartien mit geometrischen Formen.

Die Arbeiten, die in der vorliegenden Monographie vorgestellt werden, sind in den letzten zehn Jahren entstanden. Kotscha Reists Malerei ist klar aufgebaut und mit leichten Pinselstrichen nahe am flüchtigen Moment einer Skizze. Waren die Bilder früher manchmal von einem dünnen, mehrschichtigen Farbauftrag und somit einem eher verhaltenen Farbenspiel geprägt, ist in den letzten Jahren vermehrt wieder Farbe zurückgekehrt. Auch die markanten, in den jüngeren Papierarbeiten entwickelten Umrisslinien haben einen adäquaten Platz auf der Lein-wand gefunden. Die Lasurnebel, die die Werke früher oft fein überzogen, haben sich sukzessive gehoben. Die BetrachterInnen sind direkter mit dem Geschehen konfrontiert, ein Entziehen des Blicks ist nicht ¬¬mehr möglich. Die Arbeiten wirken immer freier, Farbfläche wird gekonnt an Farbfläche gesetzt - es sind Werke, die harte Realitäten mit Sinnlichkeit zu vereinen wissen.

Die Bilder sind aus der Zeitachse heraus gerissene Momentaufnahmen, zum Teil völlig entkontextualisiert und in eine neue Welt gesetzt - irritierende Erinnerungsfragmente eines kollektiven Gedächtnisses. Die eigene Lebenserfahrung der BetrachterInnen wird, aufgeladen mit dem visuellen Erfahrungsschatz des Künstlers, wie ein Echo vom Werk reflektiert. Durch diesen Widerhall werden die Bilder unvermittelt Teil der eigenen Erinnerung