Haus und Hof in Schleswig und Nordeuropa: Hrsg.: Museum Sonderjylland Landbohistorisk Selskab | Cover
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Haus und Hof in Schleswig und Nordeuropa: Hrsg.: Museum Sonderjylland Landbohistorisk Selskab [hardcover]


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ISBN-13: 9783804212473, ISBN-10: 3804212476

hardcover:

Verlag: Boyens Buchverlag GmbH & Co. KG

Erscheinungsjahr: 2008

Größe: 23,2 cm x 21,8 cm x 1,8 cm

Gewicht: 821 g

Kurzbeschreibung:

Das alte Herzogtum Schleswig war zu Beginn der kulturhistorischen Hausforschung im 19. Jahrhunder von drei unterschiedlichen Hoftypen geprägt. Bis zu einer Linie etwa von Ripen bis zur Genner Bucht war der dänische Vierseithof vorherrschend. In der Gegend um das Danewerk und an der Schlei gab es das niederdeutsche „Hallenhaus“. In der gesamten mittleren Region gab es einen Hoftyp, der von einem großen Wohnstallhaus gekennzeichnet war, und der mit Variationen von Nordfriesland bis nach Südfünen verbreitet war.

Im 19. Jahrhundert versuchte man, den Hoftyp als Beweis für „ethnische“ Zugehörigkeit der Region einzuordnen. Tatsächlich war Mittel- und Südschleswig vom späten Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert von einem besonderen Hoftyp geprägt, den man als den schleswigschen Bauernhof bezeichnen kann. Dieser Hoftyp hat im Grenzland nicht nur die Ideale der Hofbautradition bis zum 20. Jahrhundert geprägt, sondern sich auf Grund gewisser praktischer Vorteile im 19. Jahrhundert auch nach Süden ausgebreitet und den niederdeutschen Hof verdrängt.

Die Beiträge dieses Buches – deutsch mit dänischen Zusammenfassungen – enthalten die neuesten Erkenntnisse über diese spezielle Hofform, die lange von der Hausforschung übersehen wurde. Der schleswigsche Bauernhof war nördlich der deutsch-dänischen Sprachgrenze anzutreffen, fiel jedoch nicht mit dem dänischsprachigen Gebiet zusammen. Dagegen breitete er sich in das friesische Siedlungsgebiet aus, und Hofformen mit den gleichen Hauptmerkmalen konnten ursprünglich entlang der deutschen und der holländischen Küste verfolgt werden, so dass man den schlewigschen Hof sowohl als „friesisch“ als auch „dänisch“ bezeichnen könnte.