Der Mauerbach-Schatz: Die Restitutionsverfahren (1969-1986): Die Restitutionsverfahren von 1969 bis 1986 (Austriaca / Schriftenreihe des Instituts für Österreichkunde) | Cover
Das ist kein Original-Foto des angebotenen Exemplares. Abweichungen sind möglich.

Der Mauerbach-Schatz: Die Restitutionsverfahren (1969-1986): Die Restitutionsverfahren von 1969 bis 1986 (Austriaca / Schriftenreihe des Instituts für Österreichkunde) [paperback]

von: Otto Fritscher


Gebraucht kaufen

27,99 €*

Gebraucht, Gut 
Versandfertig: sofort

Später kaufen

📦
Kostenfreier Versand ab 20 € Bestellwert
Nur noch 20,00 € bis zum kostenfreien Versand innerhalb Deutschlands

*alle Preise inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

ISBN-13: 9783700318415, ISBN-10: 3700318413

paperback: 496 Seiten

Verlag: new academic press

Erscheinungsjahr: 2013

Größe: 24,0 cm x 17,0 cm x 3,6 cm

Gewicht: 1080 g

Kurzbeschreibung:

Der „Mauerbachschatz“ – genannt nach dem Depot des Bundesdenkmalamtes im ehemaligen Kloster Mauerbach – enthielt sowohl Kunstwerke, die in der NS-Zeit für das von Adolf Hitler geplante Kunstmuseum Linz „beschafft“ worden waren, als auch kriegsbedingt verlagertes Gut aus Museen und von Privatpersonen. Das Bundesdenkmalamt konnte trotz ernsthafter Bemühungen die wahren Eigentümer vieler Gegenstände nicht finden, meist nicht einmal die Umstände des Erwerbs durch deutsche Stellen klären. Österreich erließ deswegen das „Kunst- und Kulturgutbereinigungsgesetz 1969“, nach dem jedermann, der der Ansicht war, dass eines der in einer Liste angeführten Werke sein Eigentum sei, seinen Anspruch anmelden konnte, aber sein Eigentumsrecht nachweisen musste. Die Gerichtsverfahren wurden wegen ihrer langer Dauer von 1972 bis 1979 und des wiederholten Richterwechsels heftig kritisiert. Daher sah sich Österreich 1986 veranlasst, ein zweites Mal Anmeldungen zuzulassen und den danach verbliebenen Restbestand zugunsten bedürftiger NS-Opfer zu versteigern.

Im vorliegenden Buch zeigt der Autor die Schwierigkeiten dieser Eigentumsprozesse, die während der laufen-den Verfahren stattgefundenen ausländischen Interventionen sowie den Diskurs um die „Kunst- und Kulturgutbereinigung“. Dass die Erwartungen der Antragsteller nicht erfüllt wurden, ist nach Ansicht des Autors nicht nur auf Fehler der Justiz sondern in erster Linie auf Fehler des Gesetzes und der Regierungspolitik zurückzuführen. Insbesondere war Österreich nicht in der Lage, klug und sensibel auf eine geänderte Stimmung in der Öffentlichkeit der USA und der westeuropäischen Staaten zur Frage des Holocaust und zur Argumentation der Lobbyisten über die österreichischen Mitverantwortlichkeit an den NS-Verbrechen und die österreichischen Bereichungspläne am „Mauerbachschatz“ zu reagieren.