Warum ich keines meiner Bücher geschrieben habe | Cover
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Warum ich keines meiner Bücher geschrieben habe [hardcover]

von: Marcel Benabou


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ISBN-13: 9783627100193, ISBN-10: 3627100190

hardcover:

Verlag: Frankfurt/Main, Frankfurter Verlagsanstalt 1990,

Erscheinungsjahr: 1990

Größe: 20,8 cm x 13,4 cm x 1,6 cm

Gewicht: 281 g

Kurzbeschreibung:

Dies ist ein ganz unwahrscheinliches Buch. Sein Held, dem Autor zum Verwechseln ähnlich, denkt über sein Verhältnis zur den Büchern nach, und er forscht nach den Gründen, die ihn daran hinderten, eines zu schreiben bzw. mit dem Nichtschreiben von Büchern aufzuhören.

Bénabou tut dies auf faszinierende Weise: Er zieht den Leser in einen Strudel von Begründungen und Ausreden, er erläutert, warum er sein Liebesverlangen nach dem Buch nicht länger verzettelt sollte, er schreibt anstelle der nichtgeschriebenen Bücher am Ende ein real existierendes Nicht-Buch.

»Glauben Sie indes nicht, Leser, dass die Bücher, die ich nicht geschrieben habe, null und nichtig wären. Ganz im Gegenteil (damit das einmal ganz klar gesagt sei), sie sind gewissermaßen Teil der Weltliteratur im Schwebezustand. Sie stehen in den Bibliotheken in Form einzelner Wörter, Gruppen, von Wörtern, zuweilen auch ganzen Sätzen. Doch um sie herum ist so viel unnützer Füllstoff, strotzt es derart von Gedrucktem, dass es mir selbst trotz aller Anstrengungen noch nicht gelungen ist, sie herauszulösen und zu versammeln. Die Welt scheint mir erfüllt von Plagiatoren, und das macht aus meiner Arbeit eine lange Hatz, das hartnäckige Stöbern nach all jenen winzigen Stückchen, die auf unerklärliche Weise meinen künftigen Büchern entwendet wurden.«

Des Autors Suche führt über den Titel zur »Ersten Seite«; er erklärt das »Zettelwesen«, schreibt »Vom richtigen Gebrauch«, und endet beim »Letzten Wort«.

Dieses ebenso unwahrscheinliche wie ungewöhnliche Buch ist ein Roman der Literatur und des Schreibens, ein Liebesroman der Sprache oder (mit den Worten des Autors):

»Also gut, sagen wir, dass dieser Text letzten Endes als ein ganz klassischer Roman durchgehen kann. Erzählt er nicht von einer fortwährend verhinderten Begegnung, einer versagten Liebe, die immer neue Hemmungen und Widrigkeiten, Illusionen und Enttäuschungen erfährt? Einer unglücklichen und letztlich vielleicht unmöglichen Liebe…«