Philosophie und Medizin | Cover
Das ist kein Original-Foto des angebotenen Exemplares. Abweichungen sind möglich.

Philosophie und Medizin [paperback]


Gebraucht kaufen

15,99 €*

Gebraucht, Akzeptabel 
Versandfertig: sofort

SKU: 3009428_1ef_3x
Lagerort: Buchmarie, 64293 Darmstadt, Bunsenstr. 14a Regal 41302

Später kaufen

📦
Kostenfreier Versand ab 20 € Bestellwert
Nur noch 20,00 € bis zum kostenfreien Versand innerhalb Deutschlands

*alle Preise inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

ISBN-13: 9783034007597, ISBN-10: 3034007590

paperback:

Verlag: Chronos

Erscheinungsjahr: 2006

Größe: 22,4 cm x 15,0 cm x 1,2 cm

Gewicht: 299 g

Kurzbeschreibung:

Im Mittelpunkt der ureigenen Kompetenz der Philosophie steht das Nachdenken des Menschen über sich und die Welt. Dies gilt auch für die Akteure der Medizin und ihrer Welt. 'iatrós philósophos isótheos' - der Arzt, der Philosoph wird (und nach Lebensweisheit strebt), wird einem Gott gleich - schrieb der Urvater der Heilkunde, Hippokrates. Galen, ein weiterer Urvater der Medizin, stellt eines seiner Traktate unter den Titel 'Quod optimus medicus sit quoque philosophus' - dass der vorzügliche Arzt auch Philosoph sein muss. Er verlieh damit seiner Überzeugung Ausdruck, die Medizin könne nur in enger Verbindung mit der Philosophie sachgemäss betrieben werden, indem die Philosophie der Medizin den theoretischen Rahmen und das methodische Rüstzeug liefert.

In den letzten 200 Jahren hat sich ein bedeutender Wandel vollzogen: Die Medizin hat sich aus dem ursprünglichen philosophisch-spekulativen Bezug gelöst und in einer grossen Euphorie den Naturwissenschaften zugewandt. Gleichzeitig war für die Philosophie mit der 'Ausklammerung' der leiblichen Dimension des Menschseins die Bahn frei, sich zu einer rein geisteswissenschaftlichen Disziplin in hermetischer Abgeschlossenheit zu entwickeln. In beiden Disziplinen sind Defizite einseitiger Spezialisierung zum Problem geworden. Die weltfremd gewordene Philosophie kann dem Menschen nicht mehr geben, was ihm die naturwissenschaftliche Medizin schuldig bleibt.

Heute jedoch vollziehen Philosophie und Medizin eine Entwicklung. Die Medizin mit ihren scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten zur Verlängerung des Lebens, zur Genmanipulation, zur 'Machbarkeit' des Menschen, zur Erzeugung artübergreifender Chimären lässt Fragen aufkommen, die sie selbst nicht mehr beantworten kann. Sie fordert damit ein sensibilisiertes, philosophisches Allgemeinbewusstsein geradezu heraus und bringt die gegenseitige Abhängigkeit zu Bewusstsein.