Suizidär. suizidal. suizidant: Suizid als pathologisches Phänomen? Diskurs. Genealogie. Analyse | Cover
Das ist kein Original-Foto des angebotenen Exemplares. Abweichungen sind möglich.

Suizidär. suizidal. suizidant: Suizid als pathologisches Phänomen? Diskurs. Genealogie. Analyse [Taschenbuch]

von: Eichinger, Eva

Gebraucht kaufen

20,41 €*

Gebraucht, Sehr Gut 
Versandfertig: sofort

Sie sparen ~ 18%

ehemaliger Neupreis 24,80 €

Später kaufen

*alle Preise inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten


Kurzbeschreibung
Selbsttötungen sind Realitäten. Nach Michel Foucault machen Diskurse Phänomene zu dem, wovon gesprochen wird. Damit wird Wirklichkeit vereindeutigt, wo Irritation und Beunruhigung droht. Wissen und Wahrheiten über Selbsttötung sind keine ontologischen oder selbstverständlichen Gewissheiten, sondern gesellschaftliche Gemachtheiten. Diskursen, die Suizid als krankhaftes Phänomen darstellen, wird in ihrer Genealogie nachgegangen: der Vorgeschichte, den Entstehungsbedingungen und Differenzierungen, in ihrer historischen Situiertheit. Mithin wird gezeigt, wie Diskurse über ihre Machtanbindung und institutionelle Umsetzungen praktische Wirkungen hervorbringen und somit Wirklichkeiten konstituieren. Untersuchungsfelder sind die europäische Suizid-Diskurs-Geschichte und das aktuelle Feld der Suizidprävention in Österreich. Der historische Aufriss stellt den genealogischen Kontext zur Diskursanalyse der Gegenwart dar. Gesellschaftliche Macht-Wissen-Formationen rund um das Phänomen der Selbsttötung verschieben sich mit Moderne und Aufklärung von moralisierenden Theorien und stigmatisierenden Sanktionen zu medizinischen, soziologischen oder psychologischen Theorien und normalisierenden Interventionen. Insbesondere in der Gegenwartsanalyse wird ausgelotet, wie sich die institutionellen Praktiken des Sprechens und Handelns rund um Suizid in den letzten 40 Jahren verändert haben: die Theorien, die Akteure, die Machtverhältnisse. Kontinuitäten und Grenzen aktueller Diskurse werden reflektiert, sowie die Adressierungen: inwieweit sich aktuelle Diskurse und Praktiken mit Kategorien sozialer Ungleichheit oder Geschlecht brechen oder verschränken. Ein Bemühen um Selbstaufklärung und ein reflektierendes Kreisen rund um ein ambivalentes Thema zieht sich konsequent durch die Arbeit. Wissen und Wirklichkeiten rund um Selbsttötung werden durchforstet und Leitdiskurse und institutionelle Umsetzungen in ihren Gewissheitsbehauptungen problematisiert. Nicht Antworten und neue Wahrheiten sind zu haben, sondern ein Hinterfragen machtgeleiteter gesellschaftlicher Interpretationen und Interventionen und eine Einladung zur Ausweitung der Diskurs- und Sprachräume.

Produktdetails

ISBN: 3854095767, EAN: 9783854095767

Taschenbuch: 200 Seiten

Verlag: Löcker Verlag

Veröffentlicht im: Oktober 2010

Größe: 23,2 cm x 15,4 cm x 2,0 cm

Gewicht: 422 g

Lagerort: Buchmarie, 64293 Darmstadt, Bunsenstr. 14a

Regal: 30235

Bestellnummer: 2849952_095_2x