Beyond statistics: Sharing, Learning and Developing Good Practice in the Care of Victims of Torture | Cover
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Beyond statistics: Sharing, Learning and Developing Good Practice in the Care of Victims of Torture [paperback]


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ISBN: 3860593374, EAN: 9783860593370

paperback: 144 Seiten

Verlag: Loeper Karlsruhe

Erscheinungsjahr: 2012

Größe: 20,8 cm x 14,8 cm x 1,2 cm

Gewicht: 240 g

Kurzbeschreibung:

Die Mitarbeitenden der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer befinden sich in ihrem Berufsalltag in einem besonderen Spannungsverhältnis. Der Anspruch, traumatisierten Menschen in Not zu helfen, für die sich sonst niemand verantwortlich zeigt, wird in der Realität mit vielen Herausforderungen und Schwierigkeiten konfrontiert. Die hier vorgelegte Evaluation des Projekts EXSEM hat die kritische Reflexion, Analyse und Weiterentwicklung der Arbeit der Flüchtlingszentren und somit die Verbesserung der Versorgung von Flüchtlingen in Deutschland zum Ziel. Die Arbeit der Zentren soll unter den gegebenen finanziellen, gesellschaftlichen und gesetzlichen Bedingungen so effektiv wie möglich gestaltet werden. Kriterien bzw. Standards für eine „Good Practice“ im Umgang mit besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen werden identifiziert und beschrieben. Damit soll die Harmonisierung der Arbeitsweise und die Intensivierung der Kooperation der deutschen Behandlungszentren für Flüchtlinge und Folteropfer untereinander erreicht werden. Die zusammengestellten Beispiele, Informationen und Empfehlungen tragen dazu bei, das Wissen über die Vielfalt der Ansätze und Methoden, die in der Versorgung und Unterstützung von Flüchtlingen und Folteropfern angewandt werden, zu erweitern. Die Herausgeber hoffen, dass einige der Vorschläge aufgegriffen werden und dass diese Erfahrungen einen Rahmen für andere Einrichtungen schaffen, ihre Arbeit zu evaluieren und weiter zu entwickeln.

Ca. 94 S., kart., ca. € 12,90

ISBN: 978-3-86059-338-7

Vorwort

Wir widmen diese Publikation denjenigen Menschen, die unfreiwillig ihre Heimatländer verlassen mussten, weil ihnen durch Krieg, organisierte Gewalt und Verfolgung keine andere Wahl blieb – den Überlebenden von Folter und anderen schweren Menschenrechtsverletzungen, denjenigen Menschen, die unsere KlientInnen sind, aber auch denjenigen, die unsere Hilfe leider nicht erreicht.

Unsere KlientInnen vertrauen uns ihre Geschichten an. Durch sie erfahren wir von Grausamkeiten, die unaussprechlich sind, oft können Worte das durchlebte Leid nicht erfassen. Damit konfrontiert verspüren wir als HelferInnen manchmal lähmende Ohnmacht und gleichzeitig dürfen wir erleben, wie durch Mut und unglaubliche Widerstandskraft neue Lebensperspektiven entstehen. Wir sind dankbar für das Vertrauen unserer KlientInnen und für all das, was wir Tag für Tag von ihnen lernen dürfen. Zudem danken wir den vielen UnterstützerInnen, ohne die dieser wichtige Beitrag zu einer menschlicheren Gesellschaft nicht möglich wäre.

Die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF e.V.), die die vorliegende Publikation als Ergebnis des von ihr koordinierten Projektes „Qualitätssicherung durch EXSEM – Begleitete Selbstevaluation der spezialisierten Einrichtungen zur Verbesserung der Aufnahmebedingungen besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge“ herausgibt, möchte in erster Linie all jenen danken, die bei der Durchführung des Projektes und der Entwicklung und Herausgabe dieser Publikation mitgewirkt haben.

Insbesondere gilt der Dank den fünf Mitgliedszentren der BAfF, die dieses Projekt durch ihre Teilnahme erst möglich gemacht haben:

Wir danken vor allem XENION – psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte e.V. in Berlin für die Großzügigkeit mit der uns Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, Refugio Villingen-Schwenningen, Refugio München, dem Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge (PSZ) Düsseldorf und dem Behandlungszentrum für Folteropfer (bzfo) Berlin für die Teilnahme am Projekt, die Offenheit gegenüber neuen Methoden trotz der täglichen Belastungen und für die fachliche Kompetenz und ihre konstruktive Mitarbeit. Namentlich nennen möchten wir – in Vertretung für alle Teams:

- Annette Windgasse vom PSZ Düsseldorf,

- Dietrich Koch, Claudia Heinrich und Dorothee Bruch von XENION Berlin,

- Dr. Mechthild Wenk-Ansohn und Claudia Kruse vom Behandlungszentrum für Folteropfer in Berlin

- Anni Kammerlander und Jürgen Soyer von Refugio München

- Ernst-Ludwig Iskenius und Monika von Mirbach von Refugio Villingen-Schwenningen

Alle Projektpartner möchten des Weiteren Sibylle Rothkegel von OPSI (Office for Psychosocial Issues) an der Freien Universität Berlin für ihr Engagement als externe Begleiterin des Projektes danken. Mit ihrem fundierten Fachwissen gab sie wertvolle Anregungen für die erfolgreiche Durchführung des Projekts.

Die BAfF dankt außerdem Holger Spöhr, der das Projekt auf den Weg gebracht hat.

Und zu guter Letzt danken wir allen LeserInnen dieser Publikation. Unser Bestreben ist, die ausgearbeiteten Empfehlungen und Vorschläge für die Verbesserung der Aufnahmebedingungen besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge nach und nach im Gesundheitswesen zu verankern – dies ist nur möglich, solange unsere Stimme gehört und nach außen getragen wird.

Elise Bittenbinder,

Vorsitzende der BAfF,

Psychotherapeutin bei XENION

Die PDF Version des Vorwortes können Sie hier herunterladen:

Vorwort zum Buch

Einleitung

Die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF e.V.) ist ein bundesweites Netzwerk der in der Behandlung und Betreuung von Opfern von Folter und anderen schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen involvierten Organisationen und Einrichtungen. Sie initiiert, fördert und bündelt den fachlichen Austausch zwischen ExpertInnen, die mit traumatisierten Flüchtlingen arbeiten und im Bereich der Menschenrechtsarbeit tätig sind. Die BAfF-Koordinationsstelle steht in regelmäßigem Kontakt mit ihren Mitgliedszentren und ist die Interessenvertretung für gemeinsame Anliegen. Die in der BAfF vernetzten Zentren stellen seit Jahrzehnten die maßgebliche Instanz in der Behandlung von besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen dar.

Die Behandlungszentren wurden von Menschen mit viel Engagement ins Leben gerufen und kontinuierlich aufrechterhalten, deren Triebkraft vor allem der Anspruch ist, traumatisierten Flüchtlingen und Folterüberlebenden bestmögliche gesundheitliche Versorgung und psychosoziale Betreuung zukommen zu lassen. Sie decken damit eine Lücke in der gesundheitlichen Regelversorgung und erfüllen somit den Anspruch des sozialen Rechtsstaates.

MitarbeiterInnen der Zentren, die in der Behandlung, Betreuung und Unterstützung von Folteropfern engagiert sind, leisten wesentliche Arbeit für Menschenrechte und Menschenwürde. Ihre Arbeit trägt zu einem besseren sozialen und politischen Umfeld für die Flüchtlinge und ihre Familien bei. Die Arbeit mit Flüchtlingen und Folteropfern ist jedoch höchst komplex und anspruchsvoll. Diejenigen, die sie leisten, arbeiten unter großem sozialem und moralischem Druck und haben ein erhöhtes Risiko an traumaspezifischem Burnout1 zu erkranken. Hinzu kommt, dass ihre Arbeit durch kontroverse Debatten in Gesellschaft und Politik beeinflusst und vielfach erschwert wird.

(Auszug aus der Einleitung zum Buch)

Die vollständige Einleitung können Sie hier herunterladen:

Einleitung zum Buch

Inhalt

text

Das Inhaltsverzeichnis können Sie hier herunterladen:

Inhaltsverzeichnis zum Buch

1. Einf"hrung

1.1 Hintergrund

1.2 Ziele und Rahmenbedingungen

2. Methodisches Vorgehen

2.1 Selbstevaluation

2.1.1 Empowermentanalyse

2.1.2 SWOT-Analyse

2.2 Begleitete Selbstevaluation psychosozialer Zentren in der BAfF

2.2.1 Treffen der spezialisierten Einrichtungen in Berlin

2.2.2 Teamtage

2.2.3 Feedbackschleifen

3. Asylsuchende in der Bundesrepublik Deutschland

3.1 Die Geschichte des Asylrechts

3.2 Gesundheitsversorgung besonders schutzbed"rftiger Fl"chtlinge in Deutschland

3.3 Leitbild der psychosozialen Zentren f"r Fl"chtlinge und Folteropfer

3.4 Das Konzept der Traumatisierung

3.5 Versorgungsm"glichkeiten und Angebote in den spezialisierten Behandlungseinrichtungen

4. Profile der Partnerzentren

4.1 XENION

4.1.1 Gr"ndungsgeschichte

4.1.2 Entwicklung der Einrichtung

4.1.3 Aktuelle Situation 41

4.2 Psychosoziales Zentrum (PSZ) D"sseldorf

4.2.1 Gr"ndungsgeschichte

4.2.2 Entwicklung der Einrichtung

4.2.3 Aktuelle Situation

4.3 Refugio M"nchen

4.3.1 Gr"ndungsgeschichte

4.3.2 Entwicklung der Einrichtung

4.3.3 Aktuelle Situation

4.4 Behandlungszentrum f"r Folteropfer Berlin (bzfo)

4.4.1 Gr"ndungsgeschichte

4.4.2 Entwicklung der Einrichtung

4.4.3 Aktuelle Situation

4.5 Refugio Villingen-Schwenningen

4.5.1 Gr"ndungsgeschichte

4.5.2 Entwicklung der Einrichtung

4.5.3 Aktuelle Situation

5. Schl"sselereignisse und Herausforderungen

5.1 Finanzielle Ressourcen

5.2 Personelle Ressourcen

5.3 Aufnahme von KlientInnen

5.4 Beenden der Behandlung

5.5 Arbeit mit DolmetscherInnen

6. Entwicklung von Handlungsperspektiven

6.1 Realistische Ziele formulieren

6.2 Empfehlungen aus den Teamtagen:  Good Practice Ans"tze zur Behandlung traumatisierter Fl"chtlinge

6.2.1 Finanzielle Ressourcen

6.2.2 Personelle Ressourcen

6.2.3 Aufnahme von KlientInnen

6.2.4 Beenden der Behandlung

6.2.5 Arbeit mit DolmetscherInnen

7. Zusammenfassung und Empfehlungen

7.1 Abschlussbetrachtungen zur Methode EXSEM

7.1.1 Quantitative Daten

7.1.2 Qualitative Daten

7.2 Ausblick und zuk"nftige Herausforderungen

Die Autorinnen

Literaturverzeichnis

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Inhaltsverzeichnis zum Buch

Presse/Download

Material zum Download:

Presseinfo

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Weiterführende Links

www.baff-zentren.org

Fachliteratur zum Thema

Elise Bittenbinder (Hg.):

Beyond statistics

sharing, learning and developing

good practice in the care of victims of torture

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Autoren

Elise Bittenbinder (Hg.):

Beyond statistics

sharing, learning and developing good practice in the care of victims of torture

Statistiken und Zugangszahlen sind der hauptsächliche Blickwinkel auf den die europäische Flüchtlingspolitik zielt. Dahinter aber liegen persönliche Fluchtschicksale. In diesem Buch soll ein Blick hinter die anonyme Zahlenwelt geworfen werden. Ein Blick auf Flüchtlinge, oftmals Folterüberlebende mit Wunden, die möglicherweise niemals heilen werden. Ein Blick auf Flüchtlinge, die nach den schrecklichen Erfahrungen, die ihr Leben verändert haben, versuchen, ein neues Leben zu beginnen.

In this book, we want to look beyond the statistics which are the main tool for considering the issue of refugees in the domestic politics of European nations. We want to show that behind the anonymous figures are people – many of them survivors of torture trying to start a new life after horrific experiences that have changed their lives and left them with scars that might never heal.

Those who address the needs of the survivors have to work in the sometimes awkward space between health and human rights, and their work is often carried out in the context of the heated nature of political debate. In rehabilitation centres, professionals work together to help re-establish identity, security and a possible future for those who have been traumatised at the hands of others.

Some of these centres have existed for more than 25 years – so there is clearly no lack of expertise in the field. But the pressure on their staff is so great – both in terms of the needs of their clients and the inadequate funding and resources with which they have to work – that systematic evaluation is rarely seen as a priority.

Evaluation is essential if practitioners are to know what works, but we wanted to ensure that our evaluation would reflect the complexity of our clients‘ situations. We chose therefore to adopt a descriptive and qualitative approach rather than one that would try to track cause and effect in a rather simplistic way.

This publication has been developed to disseminate good practice in working and treatment methods as well as indicators for the quality which is agreed to be essential to our work. Our aim is to improve our provision of services to survivors of torture and to give them access to what is, after all, their right: the highest quality of care and rehabilitation.

144 S., kart., € 16,90

ISBN 978-3-86059-337-0

Contents

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table of content

1. Introduction

1.1 Background

1.2 Objectives and working process

1.3 The project core partners

1.4 This publication and its contribution to networking

2. Methodology

2.1 Overall process

2.2 Research methodology

2.3 Self-evaluation

2.4 Outcome Mapping and External Evaluation

2.5 Networking and dissemination: bi-national meetings

3. Inventory of Working and Treatment Methods offered by the centres

3.1 Introduction to the Inventory

3.2 Structure of the Inventory

3.3 Results

3.3.1 Methods used by the centres

3.3.2 Objectives and indicators of achievement

3.3.3 Indicators

3.3.4 Summary of SWOT analysis:

3.4 Conclusions

4. A Framework for Quality Assessment

4.1 Introduction to the Framework

4.2 Structure of the Framework for Quality Assessment

4.3 Evaluation of the Framework for Quality Assessment

5. Practice examples

5.1 Equator Foundation

5.2 ICAR Foundation

5.3 Primo Levi Association

5.4 Unit for the Rehabilitation of Victims of Torture

5.5 XENION

5.6 ZEBRA

6. External evaluation: Outcome Mapping

7. Conclusions

7.1 Key issues and challenges

7.2 Bi-national meetings

7.3 Staff care/Staff protection

7.4 Integration or socio-cultural (re-)affiliations?

7.5 Discrepancy between individual conflict analysis and institutional quality assessment

7.6 Directions for further research: Research into transformation?

8. References

Appendices

Appendix 1: Core partners and bi-national partners

Appendix 2: Framework for Evaluation and Anticipated Outcomes